Gartenteich

So bauen Sie den perfekten Gartenteich

Das dem Menschen vertrauteste Element ist das Wasser. Kein Wunder, wurde er doch, wie uns die Wissenschaft sagt, vor Milliarden Jahren im Wasser geboren. So ist es kei Wunder, dass man sich das Wasser in den Garten holen will. Und schön war so ein Biotop schon immer. Doch bereits beim Planen und Bauen stellt man die Weichen auf Erfolg, wie, das lesen Sie hier...



Richtig planen, richtig bauen, dann wird ein Teich zum Erfolg

Einen Teich anzulegen soll vor allem Spass machen. Und mit diesen Tipps und Tricks wird es das auch! Wichtig ist es, sich erst einmal im Kopf und dann auf einem Stück Papier zu verdeutlichen, was denn im eigenen Garten überhaupt anstellen kann, und danach, wie man es in die Tat umsetzen möchte.

Vorhandenes im Garten schonen und nutzen

Alten Baumbestand oder Hecken sollten Sie erhalten. Störendes Grün lässt sich vorab im Frühjahr oder Herbst umpflanzen. Natürliche Senken oder Hügel können Sie dagegen sehr gut mit in die Standortplanung miteinbeziehen.

Richtig planen - vor allem so groß wie möglich

Keine Bange! Raum ist überall, selbst in den kleinsten Gärten. Am besten nehmen Sie Millimeterpapier und tragen alles maßstabsgerecht ein. Vier bis sechs Stunden sollte der Teich in der Sonne liegen, von Baumkronenenden drei bis fünf Meter entfernt sein, der Untergrund möglichst schon "gesetzt"sein. An wenigstens zwei Seiten des Teiches soll das Ufer langsam ansteigend sein, damit die sich ansiedelden Tiere den Teich verlassen können.


Merke: Je Größer das Becken oder der Teich, desto größer das biologische Gleichgewicht und somit auch die Selbstreinigungskraft. Umso mehr Fische könnte man dann übrigens auch in den Teich einsetzen.

Richtige Auswahl der Teichbaumaterialien
Am gebräuchlichsten sind formbeständige Fertigteiche, die von uns in unterschiedlichen Größen angeboten werden. Sie lassen sich gut verlegen. So tief und groß wie möglich (Tiefe mindestens 60 cm, mit Fischbesatz 80 cm) sollte Ihr Biotop werden. Wichtig sind flache Uferteile, damit alle Tiere - vorausgesetzt sie wollen dies auch - auch einmal heraussteigen können. Vorteilhaft sind auch Pflanzrinnen. Auch Teichfolien sind ideal. Mit ihnen lässt sich alles gestalten - geschwungene Ufer, Landzungen oder eine tolle Insel. Folien gibt es in unterschiedlichen Stärken und Breiten. Als PVC-, ECB- oder Kautschukfolie tun sie jahrzehntelang ihren Dienst. Auf Qualität und Garantie achten.

Gut und solide bauen bedeutet dauerhafte Freude

Bauen Sie am besten in diesen sechs Schritten:

1. Grundriss markieren, Teichtiefe und Teichzonen mit Stäben festlegen.

2. Soden abheben, dann von innen beginnend Zone für Zone (Tiefen-, Schwimmblatt-, Flachwasser-, Sumpf- und Röhrichtzone) ausschachten. Genau einmessen!

3. Mutterboden als Wall, Hügel oder zur Ufergestaltung verwenden. Niemals als Pflanzsubstrat im Teich!

4. Zonen und Ufer nochmals nachmessen und die Teichwandungen festklopfen und nach Fremdkörpern iabsuchen.

5. Boden mit Feinsandschicht oder Magerbeton bedecken. In den Gärten der Kleingartenanlage "Möllenzug"e.V. ist es auf alle Fälle ratsam eine Schicht Magerbeton oder einen engen stabilen Maschendraht ca. 5-10cm unter der Sandschicht in den Teich einzubringen, wenn man diesen nicht zweimal bauen möchte. Diese Maßnahmen sind zwingend erforderlich, um der riesig großen Population von Wühlmäusen entgegenzuwirken, für die eine Teichfolie kein Hindernis bedeutet. Und glauben Sie mir, das Loch suchen ist ein Hindernis, denn Sie werden es nicht finden!

6. Zuerst Schutzvlies und dann Folie möglichst glatt einbringen. Bei Fertigteichen Hohlräume (Ufer) mit Feinsand einspülen.

Bestes Pflanzsubstrat garantiert klares Wasser

Kristallklares Wasser und guten Pflanzenwuchs erzielen wir, wenn wir die Tiefenzone substratlos lassen. Seerosen und Pflanzen, die zum Wuchern neigen, werden in Körbe gepflanzt. Das Substrat besteht aus Kies mit einer Körnung von 3-7 mm. Dazu kommt noch ein Langzeitdünger. Man kann natürlich auch handelsübliche Teicherde verwenden. Ähnlich verfährt man mit der Sumpf- und Uferzone. Nach außen hin wird die Kiesgröße erhöht.

Die Pflanzen

Für jede Tiefe (Flachwasser-, Sumpf- Ufer- und Teichanschlusszone) gibt es eine große Auswahl. Ein Pflanzplan hilft, richtig zu bepflanzen. Wichtig sind genügend Pflanzen für den Wasserteil. Sie sollen von Anfang an klärend wirken. Den Vordergrund zieren niedrige Arten. Zu den Seiten hin und für den Hintergrund wählt man von innen nach außen aufsteigend höhere Arten. Eine kleineAuswahl von Pflanzen finden Sie in der Bildergalerie.

Klares Wasser - uns zur Freude, den Fischen zur Gesundheit

Neben gutem Pflanzenwuchs sichern Filterbecken, gute Teichfilter und Wasseraufbereitungsprodukte für allzeit gute Sichtverhältnisse und gesundes Wasser im Teich. Stimmt der Fischbesatz, die Anzahl der Pflanzen sowie die Größe des Teiches wird auch ein sehr gutes biologisches Gleichgewicht ohne irgendwelche unützen Zusatzstoffe erreicht.

Wenn Fische, dann richtig wählen

Da heißt es nicht nur nach Gefallen, sondern vor allem danach auszuwählen, ob sie auch zueinander passen. Um etwa große Kois zu pflegen, muß der Teich mindestens 100 cm tief sein. Manche Arten vermehren sich auch schnell oder sind gar räuberisch. Deshalb, vor dem Kauf gut informieren und helfen lassen. Eine Auswahl von geeigneten Teichfischen finden Sie in der Bildergalerie.

Futter

Damit die Fische gedeihen und das Wasser klar bleibt, mehrmals am Tag füttern und nur so viel, wie die Fische fressen. In einem biologisch gut funktionierenden großen Teich, kommen eine gesunde Anzahl von bestimmten Wildfischen wie etwa Karauschen oder Rotfedern auch ohne Zufütterung aus. Sie sorgen dann auch unter anderen dafür, dass sich keine Mückenbrut bilden kann.

Teichpflege übers ganze Jahr

Vom Frühjahr bis zum Herbst gibt es am Teich immer etwas zu tun. Mal mehr, mal weniger. Das Meiste lässt sich beim Beobachten des reichen Lebens im und am Teich schon erledigen, und regelmäßiges Ordnen hilft dabei, selbst bei der Teichpflege eine tiefe Freude zu finden.




nach oben
td>